Capitel:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)
Der Prophet Amos
Capitel 9
J
CH \ahe den HERRN auff dem Altar \tehen / Vnd er \prach / Schlahe an den Knauff / das die Pfo\ten beben / Denn jr Geitz \ol jnen allen auff jren Kopff komen / vnd wil jre Nachkomen mit dem Schwert erwürgen / Das keiner entfliehen / noch einiger da von entgehen \ol.
2
Vnd wenn \ie \ich gleich in die Helle vergrüben / \ol \ie doch meine Hand von dannen holen / Vnd wenn \ie gen Himel füren / wil ich \ie doch herunter \to\\en.
3
Vnd wenn \ie \ich gleich ver\teckten oben auff dem berge Charmel / wil ich \ie doch da\elbs \uchen vnd herab holen / Vnd wenn \ie \ich fur meinen Augen verbürgen im Grunde des meers / So wil ich doch den Schlangen befelhen / die \ie da\elbs \techen \ollen.
4
Vnd wenn \ie fur jren Feinden hin gefangen giengen / So wil ich doch dem Schwert befelhen / das \ie es da\elbs erwürgen \ol / Denn ich wil meine Augen vber jnen halten / zum vnglück / vnd nicht zum guten. Jere. 44.
5
DEnn der HErr HERR Zebaoth i\t ein \olcher / wenn er ein Land anrüret / \o zur\chmeltzt es / Das alle Einwoner trawren mü\\en / das es \ol gantz vber \ie her lauffen / wie ein Wa\\er / vnd vber\chwemmet werden / wie mit dem flus in Egypten
(1)
.
6
Er i\ts / der \einen Saal in den Himel bawet / vnd \eine Hütten auff der Erden gründet / Er rüffet dem Wa\\er im Meer / vnd \chüttets auff das Erdreich / Er hei\\t HERR.
7
Seid jr kinder J\rael mir nicht gleich wie die Moren
(2)
/ \pricht der HERR? Hab ich nicht J\rael aus Egyptenland gefürt / vnd die Phili\ter aus Chapthor / vnd die Syrer aus Kir?
8
SJhe / die Augen des HErrn HERRN \ehen auff ein \ündiges Königreich / das ichs vom Erdboden gantz vertilge / Wiewol ich das haus Jacob nicht gar vertilgen
(3)
wil / \pricht der HERR.
9
Aber doch \ihe / Jch wil befelhen / vnd das haus J\rael vnter allen Heiden \ichten la\\en / Gleich wie man mit einem Sieb \ichtet / Vnd die Körnlin \ollen nicht auff die erden fallen.
10
Alle Sünder in meinem Volck \ollen durchs Schwert \terben / die da \agen / Es wird das Vnglück nicht \o nahe \ein / noch vns begegnen.
11
Zvr \elbigen zeit wil ich die zerfallen Hütten Dauids wider auffrichten / vnd jre Lücken verzeunen / vnd was abgebrochen i\t / wider auffrichten / vnd wil \ie bawen / wie \ie vorzeiten gewe\t i\t.
12
Auff das \ie be\itzen die Vbrigen zu Edom / vnd die vbrigen vnter allen Heiden / vber welche mein Name gepredigt \ein wird / \pricht der HERR / der \olchs thut. Act. 15.
13
SJhe / Es kompt die zeit
(4)
/ \pricht der HERR / Das man zu gleich ackern vnd erndten / vnd zu gleich keltern vnd \een wird / Vnd die Berge werden mit \ü\\en Wein trieffen / vnd alle Hügel werden fruchtbar \ein.
14
Denn ich wil die Gefengnis meines volcks J\rael wenden / das \ie \ollen die wü\te Stedte bawen vnd bewonen / Weinberge pflantzen / vnd Wein dauon trincken / Garten machen / vnd Früchte dar aus e\\en.
15
Denn ich wil \ie in jr Land pflantzen / das \ie nicht mehr aus jrem Land gerottet werden / das ich jnen geben werde / \pricht der HERR dein Gott. Joel. 3. - Ende des Propheten Amos.
(1)
Das i\t der Nilus der alle jar das Land Egypten vber\chwemmet im Sommer.
(2)
Gott treibet jmer ein Volck durchs ander aus / vmb der Sünde willen. Gleich wie er durch J\rael die Cananiter / die Syrer durch die von Kir / vnd die Caphthorer durch die Phili\ter / Vnd wie die Moren viel ander Volcker vertrieben haben.
(3)
Reliquias ex Iudeis \eruabo, Infidelem Synagogam reijciam et perdam.
(4)
Das i\t die zeit des Euangelij vnd des Reichs Chri\ti.